Verfasst von Richard Connor mit AFP, AP, dpa, Reuters, KNA, SID, epa – veröffentlicht am 24. Oktober 2025, zuletzt aktualisiert am 25. Oktober 2025
In Deutschland wächst die Sorge über die zunehmende Verbreitung synthetischer Drogen und opioider Substanzen. Behörden, Gesundheitsexperten und Drogenbeauftragte warnen vor immer gefährlicheren Stoffen, die nicht nur die Drogenszene verändern, sondern auch die öffentliche Gesundheit bedrohen – insbesondere bei jungen Menschen. bundesdrogenbeauftragter.de+1
Synthetische Drogen sind chemisch hergestellte Substanzen, die meist im Labor produziert werden. Dazu gehören neue psychoaktive Stoffe (NPS) und hochpotente Opioide wie Fentanyl oder Nitazene. Diese Stoffe wirken oft hunderte Male stärker als klassische Drogen und sind deshalb besonders gefährlich. jes-bundesverband.de+1
Laut dem Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität 2024 ist der Handel mit synthetischen Drogen in Deutschland deutlich gestiegen. Insbesondere Labore und Produktionsstätten wurden entdeckt, die tonnenweise synthetische Substanzen herstellen. bundesdrogenbeauftragter.de
Während Drogentote traditionell auf Konsum von Substanzen wie Heroin zurückgehen, nehmen Überdosierungen und Todesfälle im Zusammenhang mit synthetischen Opioiden zu. Die Zahlen der Drogentoten im Zusammenhang mit synthetischen Opioiden stieg von 4 im Jahr 2023 auf 32 im Jahr 2024 – ein dramatischer Anstieg. goslarsche.de
In Berlin wurden 2024 ebenfalls Rekordwerte bei drogenbedingten Todesfällen gemeldet, besonders im Zusammenhang mit starken Opioiden wie Fentanyl. The Berliner
Ein besonders alarmierender Trend: junge Erwachsene unter 30 sind überproportional von den gesundheitlichen Folgen betroffen. In einigen Altersgruppen stieg die Zahl der drogenbedingten Todesfälle sogar um zweistellige Prozentsätze. APOTHEKE ADHOC
Die Gründe für die wachsende Verbreitung sind vielfältig:
Leichter Zugang über das Internet und Darknet – Substanzen lassen sich ohne direkten Dealerkontakt bestellen. APOTHEKE ADHOC
Geringere Opium-Produktion in Afghanistan – laborgestützte Opioide füllen die Lücke klassischer Drogen wie Heroin. jes-bundesverband.de
Kriminelle Netzwerke passen sich schnell an – Produktion und Schmuggel werden zunehmend industriell und global organisiert. bundesdrogenbeauftragter.de
Bundesinnenminister und das Bundeskriminalamt betonen die wachsende Gefahr synthetischer Drogen und kündigen härtere Maßnahmen an, um Schmuggel und Herstellung zu bekämpfen. bundesdrogenbeauftragter.de
Projekte wie „so-par“ sollen Städte auf die Risiken vorbereiten, Substanzen testen und Beratungsangebote stärken. Außerdem wird über die breitere Verfügbarkeit von Naloxon diskutiert – ein Medikament, das Opioid-Überdosierungen umkehren kann. jes-bundesverband.de
Der Anstieg von synthetischen Drogen und Opioiden in Deutschland ist kein Randphänomen mehr, sondern eine ernste gesellschaftliche Herausforderung. Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Präventionsinitiativen arbeiten daran, Risiken zu erkennen und zu reduzieren – doch die Lage bleibt angespannt.
Unsere Empfehlung: Informiere dich über Risiken, nutze Präventionsangebote und achte auf frühzeitige Warnungen der Behörden, um dich und andere zu schützen.